Kindergarten

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„Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen“ (John Locke)


Das Thema Bildung im Kindergarten geriet in der Vergangenheit, nicht alleinig durch unser Abschneiden bei der Pisa-Studie in eine öffentliche Diskussion. Durch das große Interesse der Öffentlichkeit ist es uns ein spezielles Anliegen, den Kindern eine große Vielfalt von Fähigkeiten und Erfahrungen mit auf den Weg zu geben. Wir sind stets bemüht, unser Konzept zur Vorschule zu aktualisieren und zu verbessern. Wichtig erscheint es uns darauf hin zu verweisen, dass man Vorschule nicht nur als das Jahr vor der Einschulung betrachtet. Schon der Begriff Vorschularbeit ist die Gesamtheit aller Lernhilfen und Bildungsangebote von der Geburt an bis zum Schulantritt. Vorschule sollte deshalb, als Ergänzung zum allgemeinen Kindergartenalltag und der Familienzeit angeboten werden. Unser spezielles Angebot besteht daher, neben den gezielten Förderungen der Kinder in ihrer gesamten Kindergartenzeit, aus der Vorschularbeit, die für ihr Kind ein Jahr vor der Einschulung beginnt. Diese Vorschulgruppe trifft sich einmal täglich um durch Entdecken zu lernen. Ausgangspunkte aller Angebote dieser Gruppe sind die Erlebniswelt, die Interessen und die momentane Entwicklungsreife der Kinder. Sie sollten sich deshalb darüber bewusst sein, dass eine für das Kind gute Vorschularbeit nur in Zusammenarbeit mit Ihnen möglich ist, denn es sind nicht nur die Reize wichtig, die Ihr Kind durch den Kindergarten erhält. Genauso wichtig ist die Förderung des Kindes durch die Familie. Während der gesamten Kindergartenzeit werden für Ihr Kind die Grundlagen gelegt, seine jetzige und zukünftige Lebenssituation bewältigen zu können. Wie schon erwähnt werden ein Jahr vor Schulbeginn wichtige Elemente vertieft, damit die Kinder die gewünschte „Schulreife“ erlangen. Diese Elemente beziehen sich auf die Sprachkompetenz: die Kinder sollten sich in ganzen Sätzen, verständlich zu verschiedenen Themen äußern können. Die Wahrnehmung: für Kinder ist es schwierig sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Das gehört aber zur natürlichen Entwicklung dazu. Deshalb sollte das Kind bei Eintritt in die Schule eine reelle Wahrnehmung von sich selbst, seinem Körper und dem Raum, in dem es lebt, besitzen. Außerdem besteht ein Element der Vorschulerziehung aus der sozialen Kompetenz, auf die wir später noch mal näher eingehen. Nicht zu vergessen sind auch die motorischen Fähigkeiten. Hierzu gehört die Grobmotorik: wie zum Beispiel Rückwärtsgehen, Treppensteigen und die Balance halten. Die Feinmotorik ist die zweite motorische Fähigkeit: hierzu gehört unter anderem auf der Linie schreiben und die Haltung von Schere und Stiften. Die Kinder sollten nach diesem Jahr in der Lage sein, über eine kurze Dauer (ca. 15 Minuten) konzentriert zu arbeiten. Dies ist für das spätere Arbeitsverhalten in der Schule wichtig. Außer Frage steht selbstverständlich auch die Schulung der kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Wir versuchen gezielt auf die Einzigartigkeit ihres Kindes einzugehen und ihm entsprechende Fördermaßnahmen anzubieten.
Außerdem widmen wir uns jeden Morgen 15 Minuten der Schulung des Phonologischen Bewusstseins mit dem Programm:
„Hören, Lauschen, Lernen“.

Für die Vorschule wurde innerhalb unseres Teams ein Jahresplan erstellt. Die Themen sind den entsprechenden Jahreszeiten zugeordnet. Es gibt zum einen die Möglichkeit, durch Gespräche, Befindlichkeitsrunden, Rhythmik und Musik, Themen zu bearbeiten und zum anderen, dass die Kinder durch bestimmte Literatur, didaktisches Material, Arbeitsblätter, bildnerische Gestaltung und durch Umwelt- und Sachbegegnungen ihre Welt zu entdecken und sie auf diesem Weg kennen lernen. Wichtig sind hierbei aber nicht nur die motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Ebenso viel Wert legen wir bei unserer Arbeit auf die soziale Kompetenz der Kinder. Die Kinder sollen lernen miteinander zu arbeiten und nicht gegeneinander. Genauso unterschiedlich wie die Interessen der Kinder sind, ist auch die Entwicklung der Kinder in den unterschiedlichen Bereichen. Wir versuchen den Kindern mit auf den Weg zu geben, dass jeder Stärken und Schwächen besitzt. Ebenso gehören zum Leben Erfolgserlebnisse aber auch Niederlagen, mit denen die Kinder umgehen müssen. Deshalb versuchen wir sie zu bestärken, miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. 
Zu den Highlights der Vorschulzeit, zählen die zahlreichen Ausflüge zu bestimmten Themen. Eine kleine Auswahl hiervon ist beispielsweise, der Besuch der Polizei, die Feuerwehr, die örtliche Hubschrauberstation, den Frankfurter Flughafen und eine Arztpraxis. 
Der Evangelische Kindergarten kooperiert gezielt mit der Grundschule Erzhausen. In jährlich mehrmals stattfindenden Treffen, wird von Erzieherinnen und Rektorin der Kennenlerntag gestaltet. Bei diesen Treffen findet ein reger Austausch über Bildung und Probleme statt.